Dienstag, 11. November 2014

Bonaire UW Teil 1

So, ich muss mal schön langsam anfangen, ein bissl Unterwasserfotos zu posten, die stapeln sich bei mir schon... Tauchen ist hier wirklich so, wie ich es mir vorstelle, gemütlich, entspannend - man kann vom Strand tauchen wann immer man will, und sämtliche Ausrüstung ist gleich unten am Einstieg, man hat täglich mindestens drei Möglichkeiten, mit dem Boot auszufahren, meistens 5 bis 6, und die Tauchgänge sind alle an wunderbaren, bunten Korallenriffen, die höchstens 8 Bootsminuten entfernt sind, und die in 2 Metern Wassertiefe beginnen und bis runter auf 25 Meter reichen, also für jeden Geschmack etwas. Darum möchte ich auch mit UW-Landschaftsaufnahmen beginnen, damit man sich mal ein Bild davon machen kann, wie schön die Korallen, Weichkorallen, Schwämme usw. hier sind:













Hier werden Korallen auch "gezüchtet" - Korallenteile, die hier auf Gestellen angebracht werden, wachsen weiter und werden wieder zu Korallenstöcken. Das ist nötig geworden, weil zwei Wirbelstürme in den letzten 20 Jahren die Korallen im flacheren Teil des Riffs sehr beeinträchtigt haben, wie man im unteren Teil der folgenden Bilder sieht. Aber diese Korallenfarmen bieten auch schon wieder Schutz für viele Fische:



Die nächsten Bilder sind an sich noch einmal Korallen und Weichtiere - Christbaumkorallen, Röhrenwürmer, Borstenwürmer - sie alle tragen dazu bei, dass das Riff hier so farbenfroh ist:








Dann gibt's hier noch Anemonen - leider keine mit Clownfischen (wie Nemo), aber dafür manchmal mit Garnelen, die in ihnen wohnen:




Ein kleines Wrack liegt hier auch auf Grund, bei ca. 5 bis 15 Meter, gleich links vom Einstieg zum Strandtauchgang am Hausriff. Darin wohnen natürlich auch Fische, angeblich sogar ein großer Oktopus, aber den habe ich noch nicht gesehen...



Ein größeres Wrack, das der "Hilma Hooker", gibt es hier auch, der obere Teil liegt auf ca. 15 Meter, und dann geht es auf bis zu 25 Meter hinunter. Viel war drin leider nicht zu sehen, es ist ein absichtlich versenktes Wrack, angeblich ein Drogenschmuggelboot, das die Mannschaft nach einer Zollkontrolle im Stich gelassen hat.







Etwas, was noch hierher passt: in vielen Weichkorallen findet man solche runden Dinger wie auf dem Foto unten - sieht fast aus wie ein Gelege eines Fisches oder sonstigen Tieres. Ich habe noch nicht herausgefunden, was das genau ist:




So, und jetzt noch zum gefährlichsten Tier hier - ich bin bereits dreimal von einem gebissen worden. Es ist so an die 8 bis 10cm lang und zwickt unvermutet in die Finger, wenn man sich seinem Nest nähert. Das Problem ist, dass man die Sache mit dem Nest meist erst merkt, wenn das Tierchen sich drohend vor einem in Stellung bringt. Falls man durch etwas anderes abgelenkt ist, z.B. weil man ein Foto von etwas anderem machen möchte, kann es leicht sein, dass der kleine Fisch zum Zweck der Aufmerksamkeitserregung bereits seine Kiefer in freiliegende Gliedmaßen senkt... Es ist ein kleiner Riffbarsch, der hier so bissig ist, ich glaube, es ist der Preußenfisch. Wenn man ihn mal rechtzeitig entdeckt, bevor er auf einen losgeht, ist es trotzdem meist fast unmöglich, ein Foto von ihm zu machen, denn er greift vor allem die Kamera und die Tauchmaske an. Das Gute an der Sache ist, dass man keine allzu großen Verletzungen davonträgt nach so einer Attacke, höchstens einen gehörigen Schrecken. Übrigens, falls sich jemand das gefragt hat: Haie gibt es hier nicht oder nur ganz ganz selten, ich habe noch keinen gesehen und werde diesen Text sicher ändern, sollte ich noch einen sehen!




Montag, 10. November 2014

Rat mal, wer zum Essen kommt

Tja, bei mir war das heute nicht Sidney Poitier wie im Film, sondern einer der größeren Leguane, und er hatte Hunger, das machte er ziemlich deutlich, als er mich in die Zehen zwickte. Ich saß grad draußen auf meiner Terrasse, weil das Wetter recht frisch war (d.h. bloß 30°), und machte meine tägliche Siesta. Ich verspeiste mit ihm 2 Orangen, denn die Chips die ich sonst noch hatte, mochte er nicht so gern. Er hatte relativ schlechte Tischmanieren, spuckte zu große Stücke wieder aus, ging zwischendurch wieder mal an meine Zehen, aber alles in allem vertrugen wir uns gut, und am Ende machte er für die letzte Orangenspalte sogar ein Kunststückchen... Als er merkte, dass es kein Futter mehr gab, und auch ein weiteres Knabbern an meinen Zehen nichts nützte, suchte er das Weite, und fand es.


das zu große Orangenstück hängt ihm links beim Maul raus


das Kabel vom Laptop war ihm egal

meine Zehen wollte er lieber...

hier macht er Männchen für das letzte Stück





Abends in Kralendijk
Heute Abend war ich wieder mal in der Stadt zum Abendessen, vom Mittagessen hatte mir ja der Überraschungsgast sehr viel weggegessen. Neue Bilder von der bonaireschen Hauptstadt:

die Radiostation von Bonaire - ziemlich großspuriger Name...

der nördliche Leuchtturm von Kralendijk

der Schuhbaum am Kai

ein Reiher, ebendort

auch eine Möglichkeit, ein Schiff zu benennen

heute waren gleich 2 Kreuzfahrtschiffe in der Stadt

das Parlament nochmal

der zentrale Leucht- und Wehrturm

die Kirche (hatten wir auch schon mal, aber hier
gibt es leider nicht allzu viele Sehenswürdigkeiten...)

das deutsche Kreuzfahrtschiff mit Nachtbeleuchtung