und es ist ein sehr schöner Sandstrand; allerdings war es hier unerwartet ziemlich windig, und schon als ich das Meer zum ersten Mal sah, bemerkte ich die hohen Wellen. Das heißt leider üblicherweise anstrengendes Schnorcheln, gegen Wellen und Strömungen, und auch teilweise schlechte Sicht...
Noch bevor ich ins Wasser kam, als ich mir ein Plätzchen für meine Sachen ausgesucht hatte,
bemerkte ich Spuren im Sand, kreuz und quer, aber doch alle ziemlich gleich:
Mit dem Wissen, wo ich war, im Hintergrund meiner kleinen grauen Zellen, schloss ich messerscharf, dass das Spuren von kleinen, vor nicht langer Zeit frisch geschlüpften Schildkröten sein mussten. Wäre schon mehr Zeit verstrichen, hätte der Wind die Spuren sicher schon verweht. Und als ich im Sand noch genauer schaute, fand ich Beweise für meine Theorie: Eierschalen, und (leider) auch den leeren Panzer einer Baby-Schildkröte.
Danach machte ich mich auf zum Schnorcheln, und ich muss zugeben, ich hab noch nie so schlechtes Schnorcheln im Meer erlebt. Wie oben vermutet: starke Strömung, gegen die anzukämpfen eine Qual war, dazu leider ganz wenig zu sehen, wenn überhaupt, denn mit den hohen Wellen wurde immer wieder viel Sand aufgewirbelt, dann gab's gar nichts zu sehen. Und den Sand hatte ich leider überall am Körper auch. Ich hab genau 6 UW-Fotos geschossen heute, ein Negativ-Rekord, die ersten vier von einem Schwarm Süßlippen, dann ein Korallenfoto, und dann noch gepunktete Grunzer, dann ließ ich es bleiben.
Eigentlich wollte ich mich am Strand noch ein wenig ausrasten, weil ich ziemlich erledigt war vom Schnorcheln, und trocknen, aber ich hatte überall Sand, also ging ich gleich duschen. Da konnte ich wenigstens noch ein paar nette Fotos machen, denn 5 Leguane hatten sich die Nähe der Dusche als Heimat ausgesucht. Wohl eher wegen des Süßwassers, denn dass sie so versessen drauf wären, halbnackte Menschen zu betrachten, dass glaub ich jetzt doch nicht... Sie waren auf jeden Fall wieder mal überhaupt NICHT scheu; auch nicht fotoscheu.
Advent, Advent
Und jetzt zum Untertitel unserer heutigen Geschichte: hier ist Weihnachten ausgebrochen. Schon vorgestern hab ich beim Abendessen in einem Restaurant einen bunt blinkenden Christbaum, der ständig in einer Endlosschleife "Stille Nacht" im Stil von Handy-Klingeltönen vor sich hin klimperte, na sagen wir mal "bewundern" dürfen. Das Positivste daran war, dass diese österreichische Melodie auf der ganzen Welt bekannt ist. Ansonsten hätt ich aber nur zu gern den Stecker gezogen...
Allerdings ist jetzt sowieso kein Entkommen mehr, überall schießen hier neben Palmen weihnachtliche Symbole aus dem Boden. Schaut ein wenig deplatziert aus, das Wetter ist bei 26° und Sonnenschein jetzt nicht gerade typisch weihnachtlich...
Das Rathaus wird gerade dekoriert, der äußerst geschmackvoll in weiß gehaltene, künstliche Weihnachtsbaum steht schon, zuckerlfarbene restliche Dekorationen mit viel Glitter liegen noch am Fuß der Mexiko-Fahne herum und werden sicher bald aufgestellt sein.
Und sogar im Hostel weihnachtet es. Auf den Palmen im Garten hängen die Christbaumkugeln, und in der Küche und sogar im Zimmer stehen Weihnachtsbäume. Künstliche. Aber nicht weitersagen, man merkt's fast nicht!



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