Bereits die vierte Insel hier in französisch Polynesien für mich, es stellt sich also die Frage: Was hebt Raiatea unter den anderen heraus? Es ist die "heilige" Insel in der Geschichte Polynesiens, hier war früher das religiöse Zentrum des Ahnenkultes, also beginnen wir mit der heiligsten Stätte Tahitis, dem
Marae Taputapuatea, das für Normalsterbliche sozusagen doppelt tabu war:
Die Hauptstadt Raiateas, und zugleich der Verwaltungssitz der Leeward Islands ("Inseln unter dem Winde"), ist
Uturoa, hier gibt es auch einiges zu sehen:
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| beim Landeanflug - man beachte das Kreuzfahrtschiff |
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| der Flughafen |
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| der Verwaltungssitz der Leeward Islands |
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| die protestantische Erlöser-Kirche |
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| die katholische St. Andreas-Kirche |
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| der Obst- und Gemüsefrischmarkt |
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| der Hafen |
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| das Einkaufszentrum |
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das Schulzentrum - viele Schüler kommen von
den umliegenden Inseln hierher, und gestern,
Freitag, 17h, als die Schulwoche um war,
herrschte großes Gedränge, als die vielen Schüler
im Hafen zu den Fähren und nach Hause wollten |
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| das Gericht, und davor ein Weltkriegsdenkmal |
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| einer der hiesigen öffentlichen Busse, "le Truck" |
Natürlich habe ich auf meiner Inselrundfahrt heute wieder hunderte
Landschaftsbilder geschossen, vor allem von den Stränden und Bergen (wer hätte das gedacht?). Ich tu mich wie immer schwer mit der Auswahl, drum kommen hier halt wieder einige. Wem's zuviel ist: wegschauen!
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| der Beweis, dass Kokospalmen wirklich fast überall wachsen |
Bei den Bergen ist's schade, dass einige in dicke Wolken gehüllt waren wegen des Wetters heute. Da war nämlich irgendwo einer dabei, der sogar über 1000 Meter hoch ist, der Mont Toomaru!
Aber auch das sieht man hier, wenn man ein wenig rumfährt, und das waren noch nicht mal die schlimmsten Exemplare;
Sperrmüll wird hier eben auf die "natürliche" Weise entsorgt:
Von den
Tieren her hab ich auch diesmal nicht ganz "das Übliche" zu bieten - aber auch nichts, was ich nicht schon auf anderen Inseln früher gesehen hätte:
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eine Vogelmama, die ihre drei Jungen fütterte, direkt vor
meinem Zimmer, im Garten |
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auch hier Aale, in einem kleinen Rinnsal gleich neben der Pension;
da schauen sie nicht ganz so heilig aus wie auf Huahine |
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| ein Reiher |
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| ein Beo - die sind die häufigsten Vögel auf allen Inseln bisher |
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und, sieh mal einer an, Kühe - es gibt nämlich so gut
wie keine Kuhmilch in den Geschäften; Kokosmilch schon... |
Zeitlich gesehen gehen wir jetzt einen Tag retour - gestern bin ich mit dem Kajak zu einem
Motu, d.h. einer winzigen einsamen Insel, rausgepaddelt, hab dort die Ruhe genossen, und geschnorchelt. Davon natürlich auch ein paar Bilder, leider manche ein wenig verschwommen vom Wasser auf der Kamera nach dem Paddeln (das war natürlich die UW-Kamera):
Wieder zurück in die Zukunft, zu heute: an sich auf der Inselrundfahrt einer der ersten Besichtigungspunkte, der
botanische Garten. Dort habe ich SEHR viele Bilder gemacht, die schönsten hier, ich habe bereits streng ausgewählt, aber es sind immer noch zahlreiche Fotos übrig geblieben, wem das nicht gefällt der sei hiermit gewarnt. Wo ich wusste, was es war, habe ich die Namen zu den Bildern dazu geschrieben - die Beschilderung im botanischen Garten war eher dürftig bis fehlend, oder, um es genau zu sagen: einfach nicht vorhanden.
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| eine Orchidee |
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| Kochbananen, so viele, dass die Staude abknickte |
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| eine Kakaoschote |
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die Tiare Apetahi-Blume, die es angeblich nur auf Raiatea gibt;
der Legende nach entstanden, als Apetahi sich nach einem Streit
mit ihrem Ehemann eine Hand abhackte und sie vergrub;
Apetahi verblutete, aber aus der Hand wuchs eine wunderschöne
Blüte, mit fünf Blütenblättern |
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ein Gewürz, das jeder kennt, aber nicht als Pflanze:
Vanille, eine Orchideenart; blüht leider momentan nicht |
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| eine Noni-Blüte |
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| Noni-Früchte (schmecken übrigens grausig!) |
So, jetzt hab ich heute schon so viel gepostet, jetzt seien mir auch noch zwei abschließende Nebenbemerkungen erlaubt.
Die erste: heute war's nie sonnig, es hat aber auch nie richtig geregnet, es war drückend heiß und schwül. Was das bei den hiesigen Temperaturen bedeutet, die nie unter 30° sind, noch dazu in einem Auto, das kann man sich vielleicht vorstellen. Deshalb habe ich ausnahmsweise mal nach meiner Inselrundfahrt ein Glas des lokalen Biers Hinano gebraucht, um meinen Durst zu löschen:
Die zweite: die eigentliche Flagge französisch Polynesiens sieht so aus (das Wappen in der Mitte stellt die Sonne, das Meer und - stilisiert - ein einheimisches Kanu dar, auf dem fünf Figuren fahren, die für die fünf Archipele stehen):
Die sieht man aber, außer auf Regierungsgebäuden (dieses Foto stammt von einer Schule) nirgends. Sehr oft habe ich hingegen bei Häusern die folgende Flagge schon gesehen:
Es ist die Flagge der Unabhängigkeitsbewegung in französisch Polynesien, nämlich der Partei "Tavini Huiraatira" von Oscar Temaru, die allerdings im hiesigen Parlament nicht die Mehrheit hat.
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