Sonntag, 2. November 2014

Galapagos Snorkelling

Heute hab ich mich für eine Schnorcheltour angemeldet, wieder auf demselben Boot wie gestern, der "Kpitana" (ob da ein "a" fehlt hab ich nicht rausbekommen, ausgesprochen hat die Crew den Namen auf jeden Fall immer mit "a", also "Kapitana"):
Es ging die ganze Insel entlang hinauf bis zum südöstlichsten Eck, das sind mehr als 100km, wir brauchten auch fast zweieinhalb Stunden für die Fahrt. Ein Weilchen begleiteten uns dabei Delfine:




Dann waren wir am oberen Ende der Insel San Cristóbal, beim "Punta Pitt".


Zuerst ging's ans Schnorcheln, und dabei habe ich großteils dasselbe gesehen wie gestern beim Tauchen:
black striped Salema

Galapagos-Doktorfische

ein verängstigtes Kugelfischchen

das sich aufgeblasen und unter einen Felsen gequetscht hatte
ein Flötenfisch

Abudefduf-Riffbarsche (kein Scherz!)

ein hübscher Blennius (klingt besser als Schleimfisch, oder?)

und ein Marmorbarsch
Was heute neu und aufregend war, waren die Robben, mit denen ich einige Zeit schnorcheln konnte. Sie zogen eine ziemliche Show ab für mich, mit Unterwasserkunststückchen und Gebell, und die kleinere spielte sogar verstecken mit mir, kam immer wieder her zu mir, wartete, tauchte dann ab und verschwand unter einem Stein und wartete wieder, bis ich zu ihr hinuntertauchte.







Nach dem Schnorcheln suchten wir uns wieder eine ruhige Bucht mit einem schönen Strand, auf dem wir ganz alleine waren, um dort zuerst einmal zu Mittag zu essen.

Nach dem Mittagessen hieß es, den Berg hinter dem Strand zu erklimmen, weil wir seltene Vögel beobachten wollten. Es ging steil bergauf, und das in der größten Mittagshitze...

Trotz der unwirtlichen, fast wüstenartigen Bedingungen wächst hier einiges:
Naja, die erwartete Vögelvielfalt (wer hat hier jetzt gelacht???) erwies sich als nicht so besonders groß, wir sahen eine Galapagos-Spottdrossel und einige der seltenen Rotfuß-Tölpel:

Was wir leider nicht sahen, waren die für die Galapagos-Inseln noch viel typischeren Fregattvögel mit ihren aufgeblähten roten Hälsen und die Blaufuß-Tölpel (lacht da schon wieder jemand??). Die riesigen Fregattvögel sieht man nur ständig hoch am Himmel ihre Kreise ziehen, und einen Blaufuß habe ich mal am Strand sitzen gesehen, die besten Bilder, die ich bisher zusammen gebracht habe, sind eher peinlich:
Ich werde mich aber SEHR bemühen, in der Zeit, die mir hier noch bleibt, bessere Bilder zu machen. Ein anderes wichtiges und sehr typisches Galapagos-Tier fehlt ja auch noch...

Was mir viel häufiger vor die Kamera läuft sind Eidechsen, in allen Größen und Farben. Anscheinend gibt es sieben verschiedene Arten hier auf der Insel. Scheu sind sie, wie gesagt, gar nicht:
eine dreifärbige

eine entenschnäblige

eine ringelschwänzige

eine zweifärbig gepunktete

und eine gekämmte (mit Rückenkamm, mein ich) - das macht fast sieben Arten...   :)

Zurück am Strand - ein Wiedersehen mit unserer alten bekannten Sally Lightfoot:



Der Junge eines teilnehmenden ecuadorianischen Ehepaares hatte Freundschaft mit einem einsamen Robbenbaby geschlossen (die Mutter war wohl gerade auf Futtersuche - die Mutter der Robbe, nicht des Jungen...). Als die kleine Robbe allerdings an seinen Zehen knabbern wollte, nahm der Junge Reißaus:






Als wir nach diesem ereignisreichen Ausflug nach Puerto Baquerizo Moreno zurückgekehrt waren, spazierte ich durch den Ort, auf der Suche nach einem geeigneten Abendessen. Auch hier gab's noch ein paar gute Fotomotive:
außer der katholischen die einzige andere Kirche, die ich bis jetzt gesehen habe

ein ganz schön kapitales Exemplar von Salzwasser-Leguan

wieder mal Robben überall

ein paar kleinere Leguane

und ein etwas gelangweilter Reiher


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