Kerikeri
In Kerikeri war die allererste Missionsstation Neuseelands, es wird deshalb oft als "Cradle of the Nation" bezeichnet. Hier stehen zwei (für neuseeländische Verhältnisse) sehr alte Häuser, die früher Teil der Missionsstation waren, nämlich das aus Holz gebaute sogenannte Mission House oder Kemp House aus dem Jahr 1822, damit das älteste überhaupt noch stehende Haus in Neuseeland, und das Stone Store House aus dem Jahr 1832, jetzt das älteste Steinhaus Neuseelands. Das Ensemble komplett macht die St James' Church aus dem Jahr 1878. 1824 war in Kerikeri an dieser Stelle die erste Kirche errichtet worden, sie wurde durch das neue, stabilere Gebäude dann ersetzt.
| St James' Church |
| Stone Store (weil das Gebäude, bevor es unter Denkmalschutz gestellt wurde, unter anderem auch als Kaufladen fungierte) |
| Kemp House bzw Mission House |
| alle drei Gebäude, vom gegenüber liegenden Flussufer aus |
| Haruru bzw. Rainbow Falls |
| Thekla, die Gottesanbeterin; leider blieb sie in ihrer Ecke da oben nicht lange sitzen - sie war unglaublich schnell... |
Waitangi
liegt nicht weit von Kerikeri, und ist jener Ort, in dem am 6. Februar 1840 der erste Vertrag zwischen Maori und Briten zustande kam. Obwohl dieser Vertrag noch nicht besonders ausgefeilt war, obwohl es einige Unterschiede zwischen der englischen und der maorisprachigen Fassung gibt, und obwohl ihn nicht alle Maori-Häuptlinge unterzeichnet haben, gilt er dennoch gemeinhin als Anfang und als Gründungsurkunde Neuseelands, Waitangi gilt als Geburtsort Neuseelands. Jedes Jahr wird der 6. Februar als "Waitangi Day" in Neuseeland gefeiert - sozusagen der Nationalfeiertag.
| riesiges Faksimile des Vertrages |
| das Haus des ersten Gouverneurs, James Busby, in dem der Vertrag unterzeichnet wurde, deshalb heute "Treaty House" |
| ein geschnitztes Maori-Versammlungshaus, das 1940 dem Gelände hinzugefügt wurde, der Ausgewogenheit halber |
Cape Reinga
Von Waitangi und Kerikeri ist es nicht mehr weit zur Nordspitze Neuseelands, Cape Reinga. Hier hatte ich das Ende Neuseelands erreicht, das nördliche Ende. Am südlichen Ende (Slope Point) und am östlichen Ende (East Cape) war ich auf meiner ersten Reise bereits gewesen. Jetzt fehlt mir also noch das westliche Ende, dann habe ich alle vier. Die Enden des neuseeländischen Festlandes, wohlgemerkt, kleinere Inselchen gibt es darüber hinaus immer noch...
Cape Reinga liegt am Ende einer langgezogenen Halbinsel, parallel zur Autostraße verläuft im Westen ein 104 Kilometer langer Sandstrand, der Ninety Mile Beach.
Außer Sand und Meer gibt's hier nicht viel... Moment, stimmt nicht ganz, in der Dünenlandschaft zwischen dem Strand und der Autostraße leben wilde Pferde!
Und ein hübsches kleines Schneckenhäuschen habe ich am Strand gefunden:
Weiter nördlich, kurz vor dem Cape Reinga, gibt es in Te Paki riesige Sanddünen. Die sind bei Touristen und Ausflugsbussen sehr beliebt, denn dort kann man mit entsprechenden Boards auf den Dünen runterrutschen. Auf den letzten drei Bildern sind Leute drauf, die gerade eine Düne hinaufwandern. Dabei sieht man dann erst, wie groß die Düne in Wirklichkeit ist...
Wenige Kilometer weiter hat man es dann erreicht, das Ende Neuseelands. Cape Reinga, das ist für viele, die schon Bilder davon gesehen haben, ein Leuchtturm. Wenn man genau ist, ist es ein Kap, ein Leuchtturm, und eine Bucht:
Der Leuchtturm liegt kurz vor dem Kap rechts, wie man hier sieht. Er wurde erst 1941 errichtet, vorher stand an anderer Stelle ein Leuchtturm. Auf jeden Fall pilgern hierhin die Massen der Touristen. Laut Wegweiser ist man hier ein bisschen mehr als 18.000 Kilometer von London entfernt:
Gleich unterhalb dieses Leuchtturms liegt eine Bucht mit einem Felsen und einem darauf wachsenden Baum. Dort ist ein Heiligtum für die Maori. Sie glauben, dass die Seelen ihrer Toten durch den Baum in die "alte Heimat", Hawaii, zurückkehren.
Auf dem Kap selber gibt es nicht mehr viel zu sehen, nach Norden hin fast nur mehr Wasser. Fast, denn erstens gibt es da noch die Three Kings Islands, die dann wirklich das Nördlichste sind, was Neuseeland zu bieten hat, und es gibt im Wasser Wirbel, dort, wo der Pazifik und die Tasman-See auf einander treffen.
Und nach Westen hin ist das Van Diemen-Kap. Hier stand früher der Leuchtturm, auf der vordersten größeren Insel, von 1879 bis 1941 versah er seine Pflicht.
Pukenui
hieß der Ort, in dem ich nach dem Besuch von Cape Reinga genächtigt habe. Das war eigentlich dann schon auf der Rückkehr, der Fahrt zurück nach Süden. Was es in Pukenui gibt? Nun, strahlend weißen Sandstrand, ein sehr altes Motel, einen schönen Ausblick von diesem in den darunter liegenden Hafen, und nachts so wenig Beleuchtung, dass ich es hier geschafft habe, ein Bild vom Kreuz des Südens am nächtlichen Sternenhimmel zu machen.
| Henderson Bay - einer der weißen Strände |
| die Felsen am Strand sind eindeutig vulkanischen Ursprungs |
| das Motel, in einem Haus aus dem Jahr 1891; in den Zimmern gab es keine Steckdosen... |
| Pukenui Wharf |
| hauptsächlich Fischerboote |
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| das Kreuz des Südens - Nachtaufnahme mit langer Belichtung, deshalb nicht sehr scharf geworden |
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| für die, die es auf dem obigen Bild noch nicht gesehen haben, hier ganz deutlich - sorry für die krakeligen Kreise, mit der freien Hand bin ich auf Photoshop nicht soooo gut... |


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