Dienstag, 17. März 2015

Warkworth & Tutukaka & Pam

Also mit dem Wetter habe ich momentan kein rechtes Glück (und auch kein linkes...). Ich hab extra tiefer in die Tasche gegriffen für die letzten 4 Tage, und habe mich in zwei relativ gehobenen Urlaubsorten an der neuseeländischen Riviera nördlich von Auckland einquartiert, weil hier Schnorcheln und Tauchen besonders schön und interessant sein sollen. Aber leider hat mir der Zyklon Pam einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gerade mal am Nachmittag des ersten Tages, also gleich nachdem ich angekommen bin, war es noch schön. Am Sonntag hat Pam schon zu wüten begonnen hier im Northland Neuseelands, nachdem er (oder sie?) Vanuatu verwüstet hatte. Montag war ein wechselhafter Tag, teils schon sonnig, aber mit viel viel Wind und hohen Wellen. Und Dienstag war umgekehrt, eher windstill, dafür aber wieder regnerisch.

Weil ich die Vorhersagen zu Pam schon gehört hatte, bin ich am Samstag Nachmittag gleich noch tauchen gegangen, im Marine Reserve bei Goat Island. Die Insel heißt so, weil sie derart karg ist und keinerlei Wasser hat, dass darauf nur Ziegen leben können.
Hier der Strand - auch da gingen die Wellen schon ganz schön hoch...



Und hier ein paar Fotos vom Schnorcheln. Die Wellen haben leider so viel Wasserbewegung verursacht (man sieht es an den Wasserpflanzen), dass mir kaum gute, ruhige Bilder gelungen sind...



Am nächsten Tag, also Sonntag, war Zyklon Pam schon im Anmarsch. Man merkt es auf den Bildern, wie es dunkel ist, und immer mehr Wolken den Himmel verfinstern. Aber es hat bis zum späten Nachmittag nicht geregnet, also habe ich noch eine Wanderung gemacht, in das Vogelreservat Tawharanui. Das ist, zum Schutz der Vögel vor Raubtieren wie z.B. Wieseln, eingezäunt,
und Fallen gegen die Räuber sind auch aufgestellt:
Es ist herrlich schön dort, viele Wege führen an Stränden entlang wie sie malerischer nicht sein könnten.








Leider war halt da der starke Wind, die hohen Wellen und die dunklen Wolken. Man sieht es auf den Fotos, glaube ich, eh deutlich, hier hätte ich noch zwei zur Demonstration:

Trotzdem oder vielleicht sogar gerade deswegen waren viele Menschen dort, um zu surfen. Ich hätte mich nicht mal mehr schwimmen getraut. Müssen wohl alles Neuseeländer gewesen sein...
Ich war ja der Natur wegen da draußen. Zu dem Thema hätte ich eine schöne Blume zu bieten, keine Ahnung, ob das eine Lilie war, sah jedenfalls so aus,
und dann ganz seltene Vögel: Takahes. Das sind die großen Verwanden der Pukekos. Man hielt sie bereits für ausgestorben, ehe 1948 dann eine Takahe-Familie in einem abgelegenen Berggebiet entdeckt wurde. Seither hat man sie unter strengsten Schutz gestellt und versucht, sie zu züchten, was nur in Maßen gelang. Heute gibt es ca. 260 von ihnen. Und ich habe gleich drei davon gesehen!!
so sieht es aus, wenn ein Takahe vom Wind zerzaust wird   :)


Anschließend habe ich mir noch Warkworth angesehen, da gab es zwar nicht viel, aber dafür vom Feinsten: die Kirche, das Museum, und den McKinney-Kauri-Baum:









Am Montag ging es dann ab nach Tutukaka. Pam war in der Nacht über uns drüber gezogen, hatte sich ausgeregnet, und lediglich Wind und Wellen hinterlassen:



Schade, sehr schöne Strände gäbe es hier... Aber bei DEM Wetter ist leider an Tauchen nicht zu denken...





Der Dienstag (also heute) war dann nicht besser, eher umgekehrt. Am Morgen hab ich schon gedacht, ich hätte eine großen Fehler gemacht, den Tauchausflug nicht zu buchen, denn es war fast windstill und wunderschön sonnig. Das hat sich aber bereits im Lauf des Vormittags schnell geändert, Wind kam auf, und vor allem viele Wolken und dann Regen:

Vor der Glastür zu meinem Motelzimmer sitzen immer einige Möwen und warten darauf, dass vielleicht etwas für sie abfällt. Manchmal klopfen sie sogar an die Scheiben, oder schreien ganz jämmerlich, dass man merkt, wie hungrig sie sind (dabei schauen sie sehr wohlgenährt aus, ich bin mir sicher dass sie von den meisten Motelgästen was erbetteln); manche tun sogar so, als würden sie humpeln, und wenn man sie heimlich beobachtet können sie ganz gut gehen... Gerissene Vögel!
Also habe ich heute, wenn es trocken genug war, noch ein paar Strandspaziergänge gemacht, so richtig gemütlich und ohne Ziel, und ohne Eile, das war auch zur Abwechslung mal ganz nett.



Ein ganz kleines Bisschen von der Unterwasserwelt habe ich dabei auch mitbekommen. Ich habe einen verletzten Seestern am Strand gefunden, und viele viele Austern, leider die meisten davon bereits verspeist...

Ach ja, und auf dem Weg hinunter zu einem der Strände hat mir ein umgestürzter Baum den Weg schwer gemacht - wohl noch immer ein Überbleibsel der Auswirkungen von Pam...






Jetzt kommen noch zwei PS. Erstmal eine weitere Nebenbemerkung, nämlich die paranoideste Steckdose der Welt, exklusiv aus meinem Badezimmer in Warkworth:
Hier kann man nicht nur den Strom bei jeder Steckdose einzeln abschalten, nein, ein kleines rotes Lämpchen sagt, ob der Strom denn auch vorhanden ist, denn bei abgeschalteten Steckdosen erkennt man das ja nicht; dann gibt es noch einen "Test"-Knopf um zu sehen, ob alles OK ist, UND einen "Reset"-Knopf, wofür auch immer man den dann noch brauchen mag...





Zweitens hätte ich die Auflösung zu bieten, was LINZ mit Neuseeland zu tun hat. Nun, LINZ ist eine Abkürzung, und zwar für:
Land Information New Zealand
Falls ich Postkarten von Tutukaka finde, werden die beiden, die mir richtige "Einsendungen" zu dieser Frage geschickt haben, als Belohnung bzw. Gewinn jeweils eine solche erhalten.    :)

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