Montag, 2. März 2015

Picton - Wellington

Picton
ist ein kleines Nest am nordöstlichen Eck der Südinsel Neuseelands. Es besteht aus einer Straße, einem Denkmal für den ersten Weltkrieg, einem Hafen




und von dort fahren täglich Fähren nach Wellington zur Nordinsel, bzw kommen vom Norden Fähren an, deshalb besteht Picton auch aus ungefähr 80% Touristen.


Interislander Ferry
heißt die Fährgesellschaft, die mich heute samt meinem Mietauto hierher nach Wellington gebracht hat. Die Fahrt ging durch die wild zerklüftete Fjordlandschaft von Nord-Marlborough, durch die Cook Strait, in den Wellington Harbour.












Wellington
ist nicht nur die südlichste Stadt auf der Nordinsel, Wellington ist auch die Hauptstadt Neuseelands. Aber nur die zweitgrößte Stadt Neuseelands, nach Auckland, mit ca. 400.000 Einwohnern. Vom Stadtbild her könnte Wellington auch eine beliebige amerikanische Stadt sein, viele Wolkenkratzer beherrschen das Stadtbild.


Gleich gegenüber vom Stadtzentrum, auf der kleinen Halbinsel Miramar, liegt allerdings ein eher mediterran anmutender Stadtteil mit ganz anderem Flair:
Ansonsten macht Wellington allerdings einen sehr "zusammengewürfelten" Eindruck. Nichts passt hier so wirklich zusammen, nirgends habe ich einen Platz gefunden, wo man aus dem Innersten heraus sagen würde "Ja, hier ist es sehr schön!", man hat das Gefühl, hier wurde zu wahllos angeordneten Gebäuden dazugebaut, neugebaut, und umgebaut, ohne wirklichen Plan, alles etwas chaotisch - ein richtiges, harmonisches Ganzes ergibt das alles einfach nicht. Ein paar schöne, oder zumindest bemerkenswerte, Einzelbauten:
St Paul's Anglican Cathedral

Old St Paul's

der Bahnhof

das Parlament (der runde Sitzungssaal wird im Volksmund
"Beehive" genannt)

die Library of Parliament

der Cenotaph, auf einem Platz, der gerade
umgebaut wird für den ANZAC-Day 2015

nochmal Beehive und Cenotaph

das alte Parlamentsgebäude, ein Holzbau

das Museum of New Zealand im Hafen

eine Statue für die Ureinwohner, die Maori

das Circa Theatre

die "City to Sea"-Bridge, die den Hafen mit der Stadt verbindet

sie endet beim "Civic Centre"

wo man einen hässlich gestalteten,
ungepflegten Platz mit dürrem Gras vorfindet

und eine Statue für Rugby
Wenn das alles sehr durcheinander erscheint und nicht viel Sinn zusammen ergibt - ja, so ist es mir auch ergangen auf meinem Spaziergang durch diese Stadt heute.
Eines ist Wellington aber ganz sicher. Das hat mir in Kaikoura die Hostel-Besitzerin bereits gesagt. Im Norden ist es "much busier" als im Süden. Das stimmte. Vielleicht bloß, weil ich mitten in der Stoßzeit um 17 Uhr angekommen bin. Aber vielleicht ist es hier auch immer so - weniger gemütlich als im Süden. Ich werde es herausfinden und euch auf dem Laufenden halten!


PS: ein bisschen (ein kleines bisschen) muss ich nach einem zweiten Tag in Wellington die Stadt wieder rehabilitieren. Ich habe das Civic Centre genauer unter die Lupe genommen und dort einen doch recht schönen Platz gefunden, umringt von wichtigen Bauten, der Nationalgallerie, der Stadtbücherei und dem Rathaus von Wellington. Über allem schwebt eine silberne Kugel, die einen Riesenfarn darstellen soll.


Zwei ganz hübsche Kirchen habe ich noch entdeckt:
St John's Presbyterian Church

St Mary of the Angels (katholisch)

Und dann war ich heute mit der Wellington Cable Car
noch auf einem Hügel der Stadt und habe den botanischen Garten besichtigt.
Man hat von dort einen schönen Blick auf die Stadt,
es stehen alte Befestigungs- und Verteidigungsanlagen herum,
aber auch ein oder zwei alte Observatorien,
man findet eine Sonnenuhr, die mit menschlichen Schatten funktioniert,

das Wappen der Stadt, die "Peace Flame" (eine Flamme, die seit dem Atombombenabwurf auf Hiroshima für den Frieden leuchtet), moderne Skulpturen, sogar einen kleinen Friedhof,



und natürlich Pflanzen. Wer hätte das gedacht?






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